Donnerstag, 14. Dezember 2017
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Qualifizierte Akutbehandlung
 

Alkohol/ Medikamente


An wen richtet sich das Angebot


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Die Qualifizierte Akutbehandlung ist ein Behandlungsangebot, das sich an jeden alkohol- oder medikamentenabhängigen Menschen richtet, bei dem ambulante Hilfen und Behandlungen durch niedergelassene Ärzte, Suchtberatungsstellen oder der Ambulanz des Hauses bisher nicht ausreichten, um die Erkrankung zum Stillstand zu bringen, oder bei denen eine akute Krise eingetreten ist, die ohne den Rahmen einer vollstationären Behandlung nicht bewältigt werden kann. Behandelt werden:

  • PatientInnen mit kurzzeitigem Alkohol- oder Medikamentenkonsum, wenn die Gefahr besteht, dass sich aus missbräuchlichem Konsum ohne stationäre Behandlung eine Abhängigkeit entwickelt
  • PatientInnen, für die der ambulante oder teilstationäre Entzug aufgrund der Schwere des aktuellen Krankheitsbildes oder der sozialen Situation ein zu hohes Risiko darstellt
  • PatientInnen, die im Rahmen ambulanter Beratung und Behandlung wiederholt rückfällig geworden sind
  • PatientInnen mit langjährigem Alkohol- oder Medikamentenkonsum zur Vermeidung körperlicher, psychischer und sozialer Folgen
  • PatientInnen, die vor einer ambulanten, teilstationären oder stationären Rehabilitation/Therapie  einer Entzugsbehandlung bedürfen
  • PatientInnen, die im Rahmen einer suchtmittelfreien Lebensweise eine Abstinenzunterbrechung erlitten haben
  • PatientInnen in Stress- und Krisensituationen, in denen eine Abstinenzunterbrechung unmittelbar droht

 

    

Welche Ziele werden verfolgt


Die Behandlung bietet jedem Patienten/jeder Patientin die Möglichkeit einer ärztlich begleiteten, qualifizierten Entzugsbehandlung in der suchtmittelfreien Atmosphäre einer Krankenhausstation. Neben der medizinischen Versorgung bieten wir einen geschützten und strukturierten Rahmen, der es den PatientInnen ermöglichen soll, über die eigene Lebenssituation nachzudenken und neue Lösungswege zu erkennen.

Die Behandlung ermöglicht es jedem Patienten/jeder Patientin, sachlich fundierte Kenntnisse über die Abhängigkeitserkrankung und Klarheit über die persönliche Suchtproblematik zu gewinnen. Therapeutische Angebote sollen erste Schritte in Richtung einer realistischen Selbstwahrnehmung ermöglichen und den PatientInnen dabei helfen, Angst-, Scham- und Schuldgefühle gegenüber der eigenen Suchtproblematik zu überwinden. Hierzu werden die Eigenverantwortung und die Selbstbestimmung der PatientInnen durch eine aktivierende und individualisierte Behandlung gefördert und gestärkt. Die Erarbeitung von konkreten Veränderungsschritten mit den PatientInnen und die Befähigung zur aktiven Gestaltung der eigenen Lebensfelder, sind die Ziele der Behandlung.

Die Qualifizierte Akutbehandlung hilft, die Entwicklung von Suchtkarrieren so früh wie möglich zu unterbrechen und Folgeschäden des Suchtmittelkonsums zu verhindern.

 

    

Welche Hilfen werden angeboten


Mit jedem Patienten/jeder Patientin werden individuelle Behandlungsziele erarbeitet und festgelegt. Je nach Schwere des akuten Entzugssyndroms und der vereinbarten Behandlungsziele beträgt die Behandlungsdauer zwischen wenigen Tagen bis zu 3 Wochen. Das Behandlungsangebot umfasst Hilfen der Medizin, der Krankenpflege, Sozialarbeit und Psychotherapie.

 

    

Diagnostik und Behandlung


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  • Diagnostische Erfassung der Abhängigkeit, der Änderungsmotivation und des psychosozialen Status.
  • Diagnostik, Behandlung und Linderung körperlicher Erkrankungen, insbesondere der Entzugssymptome.
  • Die Entzugsbehandlung kann medikamentös unterstützt werden

 

    

Einzelgespräche


  • mit Arzt/Ärztin, Krankenschwester/Krankenpfleger und SozialarbeiterIn.
  • Genaue Diagnostik des gesundheitlichen, sozialen und familiären Hintergrundes der Suchtproblematik und Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten

 

    

Gesprächsgruppe


  • In themenzentrierten Gruppen besteht die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch, zur Reflektion der persönlichen Lebenssituation und Entscheidungsfindung

 

    

Gesundheitsberatung und Psychoedukation


  • Medizinische Wissensvermittlung über Wesen und Verlauf der Abhängigkeitserkrankung und deren Folge- und Begleiterkrankungen.

 

    

Informationsgruppen


  • Vorstellung verschiedener weiterer Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten, konkretes Kennenlernen unterschiedlicher Selbsthilfegruppen

 

    

Sozialberatung


  • Beratung, Klärung sowie Anleitung und Unterstützung bei der Regelung sozialer Angelegenheiten

 

    

Stationsversammlung


  • Aktive Einbindung der PatientInnen in den täglichen Stationsablauf

 

    

Gestaltungsgruppen


  • Angeleitete Freizeitaktivitäten zur Förderung persönlicher Fähigkeiten

 

    

Angehörigengruppe


  • Information für Angehörige, Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und Erweiterung der persönlichen Handlungskompetenz

 

    

Rückschautermin


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  • Ärztliches Gespräch nach der Entlassung zur Stabilisierung des Patienten/der Patientin und Kontrolle des Behandlungserfolges

Alle speziellen Therapien erfolgen nach vorheriger Verabredung mit dem Patienten/der Patientin und sind nicht für jeden/jede obligatorisch.

 

    

In welchem Rahmen findet die Qualifizierte Akutbehandlung statt


Stationen


  • Zwei Akutstationen für erwachsene Alkohol- und/oder Medikamentenabhängige stellen mit insgesamt 30 Behandlungsplätzen einen überschaubaren Behandlungsrahmen dar, der ein hohes Maß an Orientierung ermöglicht. Die PatientInnen wohnen in 2-u. 3- Bett-Zimmern. Zu jeder Station gehören sanitäre Einrichtungen, ein Aufenthaltsraum, ein Speiseraum, eine Küche sowie Therapieräume. Den PatientInnen steht mit ärztlichem Einverständnis ein großer Klinikgarten für kurze Spaziergänge zur Verfügung.

 

    

Besuch


  • Um den PatientInnen einen ungestörten Behandlungsablauf zu ermöglichen, ist der Besuch zu folgenden geregelten und therapiefreien Zeiten möglich:

    Montags bis Freitags von 16:30 - 17:30 Uhr sowie zusätzlich
    Montags / Mittwochs / Freitags            von 19.00 - 20.00 Uhr
    Samstags, Sonntags und an Feiertagen von 15:30 - 17:30 Uhr

 

    

Telefonieren


  • Die PatientInnen sind täglich in der therapiefreien Zeit von 19.3o - 21.oo Uhr telefonisch auf der Station zu erreichen.
  • Mit Telefonkarten zu benutzende Fernsprecher stehen zur Verfügung.

 

    

Behandlungsvereinbarungen


  • Zwischen BehandlerInnen und PatientInnen wird eine schriftliche Vereinbarung getroffen, die die wichtigsten Behandlungsprinzipien wie Suchtmittelfreiheit auf der Station und PatientInnenverpflichtungen regelt.

 

    

Kleidung und Wäsche


  • PatientInnen benötigen Haus- und Straßenkleidung (bequeme Hose, T-Shirt, Hausschuhe, Jacke, feste Schuhe). Genügend Kleidung und Wäsche sollte mitgebracht werden. Nur in besonderen Notfällen besteht die Möglichkeit, hier im Hause waschen zu lassen.

 

    

Wertsachen und Geld


  • In geringem Umfang können Wertgegenstände bei uns im Safe deponiert werden.  Bargeld sollte nur in der für die Behandlung benötigten Menge mitgebracht werden.

 

    

Fahrten


  • Fahrten, die nicht in direktem Zusammenhang mit der Behandlung oder deren Ziele stehen, sind in erster Linie privat und mit Zustimmung des Stationsarztes/der Stationsärztin von den PatientInnen zu organisieren. In Ausnahmefällen können die Fahrten über die Klinik organisiert werden, wobei die Kosten selbst getragen werden müssen. Abgerechnet wird pro gefahrenem Kilometer.

 

    

Wie sind die Voraussetzungen für die Qualifizierte Akutbehandlung


Terminvereinbarung und Aufnahme


  • PatientInnen, die an einer Qualifizierten Akutbehandlung interessiert sind, benötigen eine Krankenhauseinweisung ihres Arztes/ihrer Ärztin. Die Vereinbarung des Aufnahmetermins erfolgt in der Regel telefonisch. Hierzu wenden Sie sich bitte an unser Aufnahmebüro (Montag bis Freitag von 8.oo - 12.oo Uhr, Tel.: 0203/479070, Frau Felke). Seien Sie bitte am Aufnahmetag zwischen 8.oo und 9.oo Uhr in der Klinik und informieren Sie uns, wenn Sie diese Zeit nicht einhalten können, weil danach alle frei gebliebenen Behandlungsplätze sofort weiter vergeben werden.

 

    

Vorgespräche


  • Sollten Sie spezielle Fragen zur Behandlung haben, wenden Sie sich bitte telefonisch an unser Aufnahmebüro. Wir schicken Ihnen auch gerne Informationsmaterial zu. Wenn Sie ein persönliches Vorgespräch wünschen, vereinbaren Sie bitte einen Termin mit uns. Sie benötigen zu diesem Termin einen Überweisungsschein ihres Arztes/ihrer Ärztin.

 

    

Behandlungskosten


  • Die Kosten für eine stationäre Qualifizierte Akutbehandlung werden von den gesetzlichen Krankenkassen bzw. ersatzweise vom Sozialhilfeträger übernommen. Privatversicherte PatientInnen sollten sich zuvor bei ihrer Versicherung bezüglich der Kostenerstattung erkundigen. Stationäre Krankenhausbehandlungen sind zuzahlungspflichtig. Wenn Sie im laufenden Kalenderjahr schon die Zuzahlung geleistet haben (10 € je Kalendertag im Krankenhaus für längstens 28 Tage), bringen Sie bitte ihren Beleg mit zur Aufnahme. Überprüfen Sie vor der Aufnahme ihren Krankenversicherungsschutz, da Sie als SelbstzahlerIn gelten, wenn dieser nicht zum Zeitpunkt der Behandlung besteht.

 

    

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