Mittwoch, 16. August 2017
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Ambulante Rehabilitation bei Alkohol- und/oder Medikamentenabhängigkeit


Die Ambulanz der Fachklinik bietet eine 12-18 monatige ambulante Rehabilitationsbehandlung und - in Zusammenarbeit mit dem Klinikbereich der stationären/ganztägig ambulanten Rehabilitation -
eine Kombinationsbehandlung mit einer 8 wöchigen stationären bzw. ganztägig ambulanten und anschließender 26 wöchigen ambulanten Behandlungsphase an.

Wer kann eine ambulante Rehabilitation machen?
Ambulante Rehabilitation (Entwöhnungsbehandlung) ist für diejenigen PatientInnen geeignet, die eine ambulante Eingangs- und Motivationsphase von 10 Wochen absolviert haben und deren Abstinenz sich weitgehend stabilisiert hat. Sie kommt insbesondere in Frage für PatientInnen mit einem unterstützenden familiären und sozialen Umfeld (z. B. Vorhandensein von Familie und Arbeitsplatz).
Eine Bewilligung des zuständigen Kosten- und Leistungsträgers ( z.B. Deutsche Rentenversicherung, Krankenkasse) ist erforderlich.

Was sind die Ziele der ambulanten Rehabilitation?
Die vornehmlichen Ziele der ambulanten Rehabilitation sind:
- Erwerb persönlicher Strategien der Rückfallvorbeugung
- Bewältigung von problematischen Alltagssituationen
- Entwicklung einer zufriedenen Abstinenz
- Stützung von Selbstbewusstsein und Selbstverantwortung

Wie ist der Ablauf einer ambulanten Rehabilitation?
Die ambulante Rehabilitation (Entwöhnungsbehandlung) besteht aus wöchentlicher 100-minütiger Gruppentherapie mit begleitenden Einzel- und Paargesprächen über einen Zeitraum von 12 Monaten und kann bei Bedarf auf 18 Monate verlängert werden.

In der wöchentlichen Gruppentherapie - zur Verfügung stehen zwei Therapiegruppen jeweils dienstags oder donnerstags nachmittags - stehen die Themen und Fragestellungen der GruppenteilnehmerInnen im Vordergrund. Die Gruppe hilft und ermutigt, eigene Empfindungen und Wahrnehmungen anzusprechen und neue Sichtweisen und Verhaltensmöglichkeiten zu entwickeln.
Im Rahmen von einmal monatlich stattfindenden Doppelsitzungen (2 x 100 Minuten) besteht die Möglichkeit, gestaltungs- und bewegungstherapeutische Elemente in die Gruppenarbeit mit einzubeziehen und thematische Schwerpunkte zu setzen (z.B. Umgang mit Angst, Aggression, Schuldgefühlen).

Begleitende Einzel- und Paargespräche mit den zuständigen BezugstherapeutInnen finden in der Regel alle 4-6 Wochen statt und dienen sowohl der Vertiefung einzelner Fragen und Themen, als auch der Einbeziehung des familiären Umfeldes (PartnerIn ggf. Kinder) zur Unterstützung des therapeutischen Prozesses.

Wie wird eine ambulante Rehabilitation beantragt?
Die Beantragung erfolgt beim zuständigen Kostenträger (Rentenversicherungsträger bzw. Krankenkasse) in Zusammenarbeit mit der Fachambulanz bzw. einer Suchtberatungsstelle. Eine Kostenzusage erfolgt in der Regel 4 Wochen nach Antragstellung.

Was ist eine stationär/ganztägig ambulante/ambulante Kombinationsbehandlung?
Die stationär/ganztägig ambulante/ambulante Kombinationsbehandlung erstreckt sich über insgesamt 34 Wochen und besteht aus einer intensiven 8-wöchigen stationären oder ganztägig ambulanten (Tagesklinik) und einer anschließenden 26-wöchigen ambulanten Behandlungsphase.
Dieses Angebot richtet sich insbesondere an PatientInnen, die für eine begrenzte Zeit den Schutz gebenden Rahmen einer stationären oder ganztägig ambulanten Rehabilitation benötigen, um Abstinenzstabilität zu erlangen, spezifizierte Problemstellungen zu erörtern und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln; diese werden in der anschließenden ambulanten Behandlungsphase vertieft und gefestigt.
Das Behandlungsangebot ist zusätzlich geeignet für diejenigen PatientInnen, die aus beruflichen und familiären Gründen nur eine begrenzte Zeit für stationäre oder ganztägig ambulante Behandlungsmaßnahmen zur Verfügung stehen können.

 

    

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